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Akupunktur

Die Akupunktur ist eine Jahrtausende alte Heilmethode. Sie ist Teil der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) und die wohl älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. In den letzten Jahrzehnten gewinnt sie auch zunehmend in unserer westlichen Welt an Bedeutung und wird als Therapiemethode neben der Schulmedizin mehr und mehr zur Behandlung von diversen Krankheitszustände eingesetzt.

Mit dem Einstechen von sehr feinen Nadeln werden definierte Körperpunkte gereizt, die auf sogenannten Meridianen (Energiebahnen) liegen. Insgesamt gibt es mehr als 360 Akupunkturpunkte, die auf insgesamt 14 Meridianen lokalisiert sind und über den gesamten Körper sowie die inneren Organe ziehen. Nach den Vorstellungen der Traditionell Chinesischen Medizin entstehen Krankheiten und Beschwerden durch einen gestörten Energiefluss im Körper, der durch Stimulation von exakt festgelegten Akupunkturpunkten wieder stabilisiert werden kann. Dadurch lassen sich Funktionsstörungen des gesamten Organismus lindern oder beseitigen.

Vor jeder Akupunkturbehandlung sollte eine eingehende schulmedizinische Diagnostik durchgeführt worden sein, um akute Entzündungen, lebensbedrohliche Erkrankungen oder operationsbedürftige Befunde auszuschließen. Wenn dies geschehen ist, stellt die Akupunktur eine nahezu risiko- und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode dar.

Bereits nach der ersten Sitzung kann es zu einer deutlichen Besserung der Symptome und allgemeiner Entspannung kommen. Oft stellt sich ein Behandlungserfolg jedoch erst nach ca. 5 Sitzungen ein. Je nach Art der Beschwerden und Ansprechen auf die Akupunkturbehandlung sind ca. fünf bis zehn Akupunktursitzungen sinnvoll.

Mögliche Anwendungsgebiete der Akupunktur:

  • Rücken-, Gelenk-, Muskel- und Sehnenschmerzen
  • Migräne und Spannungskopfschmerz
  • Nervenschmerzen (Neuralgien)
  • Allergien
  • Asthma bronchiale
  • Hauterkrankungen
  • Chronische Infekte(z.B. Nasennebenhöhlen-, Harnwegsinfekte)
  • Krankheiten mit Störung der körpereigenen Abwehr (gehäufte Infekte, Rheuma, Darmerkrankungen)
  • Funktionelle Beschwerden
  • Psychische Störungen (Depression, Erschöpfungszustände, Konzentrationsmangel)
  • Raucherentwöhnung, Unterstützung bei Gewichtsabnahme

Derzeit werden bei bestimmten Indikationen die Kosten zu einem Großteil von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen eines Akupunktur-Modellversuchs übernommen. Zur Regelung ab dem Jahr 2007 gibt es momentan noch keine eindeutige Aussage. Die privaten Krankenkassen übernehmen im allgemeinen die Kosten der Akupunkturbehandlung bei chronischen Schmerzzuständen.

Die Akupunktur ist von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) anerkannt und wird von ihr als ärztliche Behandlungsmethode empfohlen.

  • erstellt am: 12.10.2010 zuletzt aktualisiert am: 12.06.2012
  • Autor: Dr. Hans-Joachim und Claudia Willerding